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Charakterwein

Die urmallorquinische Interpretation der französischen Rebsorten.

Da sitzt sie also vor mir, die vierte Generation von mallorquinischen Winzern. „... al menos“, schiebt Jaime Junior hinterher, „... mindestens“. Tatsächlich, meint er, haben seine Vorfahren sicher bereits in noch älteren Tagen herzhafte „Tintos“ hergestellt. Doch darüber liegen leider keinerlei Belege vor. Er hingegen, als vierte Stafette im Wechsel der Winzergenerationen von Santa Eugenia, gelte als gesichert. „Da bekommt man einfach eine Reihe von Fertigkeiten, Wissen und eine gewisse Passion für den Wein mit in die Wiege gelegt,“ erläutert der 26-jährige mit steinerner Miene. Ob er sich denn mehr als Kellermeister oder als Weinbauer verstehe, möchten wir wissen. „Eigentlich weder noch,“ grinst er nun doch eher lausbubenhaft über den blau-weiß karierten Tischüberwurf im kleinen Landhäuschen. Selbiges wird nicht nur gern für Weinproben herangezogen, sondern muss auch gen Wochenende für so manche Party unter Freunden herhalten. Dabei fließt allerdings meist mehr Coke als „Tinto“, erfahren wir.

Jaime hat grade das Uni-Studium im Fach Marketing abgeschlossen und wird sich somit mehr um Themen wie die Vermarktung der Weine der Bodega seines Vaters kümmern. Dabei, so vernehmen wir staunend, werde vor allem der internationale Markt avisiert. Der heimische Verbrauch sei ja weitgehend gesättigt. Und das spanische Festland - ein „pfffft“ lässt sich vernehmen, wie ein angestochener Luftballon - da sei schon lange die Luft raus. Zu viele Mitbewerber, zu groß die Volumen, die dort vor Ort zu günstigeren Preisen angeboten werden. Bleibt folglich nur das internationale Wein-Genießer-Kollektiv. 

Tatsächlich hat Son Prim bereits in Ländern wie Deutschland, Österreich, der Schweiz und selbst in Skandinavien einen Fuß in der Tür. Und der weltweite Kundenstamm wächst mit jedem Jahr. Als nächste Destination stehe nun das Land der aufgehenden Sonne auf dem Besuchsprogramm. Schon jetzt, erklärt Jaime Junior, flössen mehr als 50 Prozent der Bodegaabsätze in das europäische Ausland. Das klingt spannend, was er da erzählt. Fast so, als würde sich da ein internationaler Multi vorbereiten, den westeuropäischen Markt aufzurollen. Über welches Volumen wir denn insgesamt reden, möchten wir deshalb dringend wissen. Insgesamt 60 bis 70.000 Flachen im Jahr, davon 50 Prozent, also rund 35.000 Flaschen - wobei er bis zu 10 Prozent Steigerung in den nächsten Jahren nicht ausschließen möchte. Klingt gut, lassen wir vernehmen. Unser Weltbild hängt wieder gerade über dem offenen Kamin, in dem noch die Aschenreste von der letzten Wochenendparty liegen. 

Wieder zurück auf dem Boden der Tatsachen, kommen wir auf Jaimes Vater zu sprechen. Der nämlich hat das Weingut in seiner jetzigen Form aufgebaut. Vor rund sechzehn Jahren begann er die Mandelbäume und Tomatenstöcke, die erst wenige Jahre zuvor angepflanzt worden sind, wieder auszureißen und den Acker erneut auf Weinreben umzustellen. Um die Jahrtausendwende kamen die ersten Weine auf den Markt, damals rund 30.000 Flaschen. Erst seit 2004 zieren die rechteckige Kelterhalle und der darunter liegende Weinkeller den Rücken des Weinberges. „Von meinem Vater und ein, zwei Helfern von eigener Hand errichtet,“ fügt Jaime Junior mit Stolz hinzu. Ab 2005 lief dann die Weinproduktion in geregelten Bahnen. Eine eigene Presse, sowie moderne, temperatursteuerbare Edelstahltanks wurden angeschafft. Der Weinkeller füllte sich mit edlen Barriques, vornehmlich aus französischer aber auch aus amerikanischer Eiche. Für den Weinanbau stand „el Amo Joan“, eine Referenz unter den Weinbauern, der auch bei Ribas die Weinberge pflegt, mit gutem Rat zur Seite. Was Letzterer davon hielt, dass Vater Jaime ausschließlich „extranjers“, sprich ausländische Weinsorten anbaute, ist nicht überliefert. Tatsache ist jedoch, dass auf den Weinberg rund um die Bodega Son Prim lediglich Franzosen in Reih und Glied aufgezogen sind. Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah fühlen sich allerdings auf der mallorquinischen Krume sichtbar wohl. Von „gestressten“ Rebstöcken ist jedenfalls keine Spur. Die Verwurzelung reicht metertief ins fruchtbare Erdreich. So tief, dass selbst im Hochsommer kaum gewässert werden, Triebe und Fruchtdolden bis zu dreimal im Feld zurückgeschnitten werden müssen. Damit wird zwar der Ertrag gemindert, die Qualität aber gesteigert. 

Und ein Franzose, der unter mallorquinischer Sonne auf mallorquinischem Boden wächst, ist schon fast ein reiner Insulaner, untermauert der Senior vehement seinen Standpunkt. Außerdem lasse sich mit den internationalen Varietäten äußerst bekömmliche, ausgewogene Weine herstellen.
Dem hält der Junior eingehende Analysen entgegen, die belegen, dass der Markt nach autochthonen Sorten verlangt. Von einem Nachbarn kauft man daher seit zwei, drei Jahren die heimische Manto-Negro hinzu. Zusammen mit Merlot und Cabernet Sauvignon, verhilft sie der ersten und bislang einzigen Coupage des Hauses Son Prim zu ihrem vollen, fruchtigen Geschmack. 

Sortenrein führt man hingegen europäische und asiatische Weinfreunde an die mallorquinische Version von Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah heran. Dreimal rot, aber ein jeder Wein mit seinem ureigenen, unverfälschten Charakter, Cabernet und Merlot fruchtig, reif, der Syrah hingegen komplex und schmeichelnd. Abgerundet wird das Sortiment der Familien-Bodega Son Prim durch einen Weißen, den Blanc de Merlot, mit Aromen von Honigmelone und Aprikose, angenehm in Säure und Struktur. Erst seit 2011 im Programm: der „Rossat“. 
Alle Weine von Son Prim, segeln unter der Flagge der „Vi de la Terra de Mallorca“ – mallorquinischer Landwein. Für eine D.O. Binissalem müssten einfach mehr autochthone Varietäten den Weg in die Flasche finden. Da aber bleibt Vater Jaime unbeugsam, allen verkaufstechnischen Argumenten des Sprösslings zum Trotz.

   
 
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