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Ein junger Deutscher setzt seine Vorstellungen von einem

Der Blick hinunter auf das in der Sonne gleißende Meer, das sanfte rauschen des Embat, jene leichte, erfrischende Brise die allmorgendlich von See her auf das Land zu strömt und ein Boden, der das Zeug hat, zu einem guten Weinberg: der heute 29 jährige Sebastian Keller und sein langjähriger Freund und Mentor, der bekannte deutsche Winzer Bernd Philippi aus Kallstadt (Koehler-Ruprecht), waren sofort angetan. Und dies obgleich befragte Einheimische wissend lächelnd beständig wiederholten, dass der Acker weiter unten im Tal erheblich fetter und besser sei.

Die beiden Wein-Experten vertrauten ihrem Spürsinn. „Mit diesem Terroir lässt sich Einiges machen,“ so ihr einhelliges Urteil. Gut acht Jahre später reifen auf dem mageren Kalkmergel oberhalb von Porto Cristo neben Manto Negro, Callet, Cabernet Sauvignon, Syrah, Merlot und Tempranillo auch einige weitere, exotischere Varietäten. Mittlerweile hat sich nicht nur die Lokalisation als der rechte Standort erwiesen, bei Untersuchungen uralter Stadtarchive im Manacor wurde außerdem patent, dass bereits genau jener sanft abfallende Hügel mit der hervorragenden Südost-Lage schon einmal um das 16. Jahrhundert dem Weinanbau diente.

Das geheimnisvolle Landgut Ses Talaioles ist tief in der Geschichte der Insel verwurzelt. Der Wortstamm des Namens lässt an die Ureinwohner Mallorcas und deren Bauwerke, die Talaiots denken. Gut möglich, dass sich einst Reste der Steintürme auf dem Gelände befunden haben. An der Ostküste sind diese Relikte der wenig bekannten Vorzeit häufiger anzutreffen. Uralt auch das Wahrzeichen der Finca, ein trutziger, kantiger Wehrturm der heute der Bodega als Markenzeichen dient. Seine Ursprünge sollen bis in das 13 Jh. und damit in die Zeit nach der Rückeroberung der Insel zurück verfolgbar sein. Damals machten wiederholte Piratenüberfälle die Anlage von Wach- und Schutztürmen nötig. Mit einem Alter von immerhin noch 400 Jahren wartet schließlich das Hauptgebäude aus Bruchstein auf.

Um das Jahr 2000 wurden Land und Gut durch eine norddeutschen Kaufmannsfamilie erworben und nach altem Vorbild restauriert. Eine der Vorgaben: nicht nur alte Substanz und regionale Baustile mussten respektiert werden, sondern auch die ursprüngliche Nutzung. Auf 110 Hektar gedeihen heute wie damals Getreide, Erbsen, Johannisbrot, Feigen, Oliven und Mandeln. Sogar die begehrten Pata negra, das schwarz gescheckte mallorquinische Schwein, züchtet man wieder.

Selbstverständlich durfte auch ein guter Wein nicht fehlen. Der reift jetzt dank exzellenter Hanglage bei einer leichten Brise, die das Abtrocknen des Blattwerks erleichtert „fast von selbst“, so Sebastian Keller. Der karge, steinreiche Boden zwingt die Pflanzen tiefe Wurzeln aus zu bilden -eine Bewässerung ist bei den älteren Stöcken bisher nicht nötig geworden- und minimiert die Erträge. Der erstrebte Vorteil: weniger Trauben mit höherer Konzentration, mit mehr Nachhalt, Länge und Aroma. Nachgeholfen habe man lediglich noch mittels einer hohen Pflanzdichte. Dass es sich dabei nicht um bloße Theorie handelt, macht ein Vergleich deutlich: Wo andere Winzer einen Ertrag von eineinhalb Flaschen und mehr pro Rebe erwirtschaften, strebt man bei Ses Talaioles bewusst eine geringere Ausbeute von lediglich einer halben Flasche an - der Qualität wegen.

Wichtig sei ihm auch, so merkt der studierte Önologe an, dass der Anbau ökologischen Richtlinien folge. Beispielsweise unterstützt eine Naturbegrünung die natürlichen Düngung der Felder und vitalisiert die Böden. Und behandelt werde bei Bedarf nur mit für die Umwelt unbedenklichen Produkten wie Kupfer, Schwefel und Backpulver.

Seinen ureigenen Weg folgt der junge Winzer ebenfalls in der Weiterverarbeitung: erneute Tisch-Selektion von Hand, eine extra lange Standzeit der Maische von bis zu vier Wochen, um so „alles Gute aus der Traube zu extrahieren“ und die anschließende traditionelle Korbpressung, obwohl diese erheblich aufwendiger ist, als die moderne pneumatische Pressung. „Aber das Verfahren ist für meinen Wein einfach wertiger,“ schlüsselt Keller seine Beweggründe auf, „beim Pressen durch den Maischekuchen erfährt der Saft schon eine Filtrierung und kommt ganz klar heraus.“

   
 
Ses Talaioles, Na Pujola Reserva Especial,...

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Ses Talaioles, Sestal, Vino Tinto 2011

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Ses Talaioles, Sestalino, Vino Tinto 2014

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