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Ca´n Coleto - Die reine Lehre von der Traube

Ein Studienrat lebt seine Gedanken des perfekten Weingenusses aus. 

Miquel Jaume, seines Zeichens Physiklehrer am Gymnasium in Sineu, steuert mit leichter Verspätung den Treffpunkt ”Tankstelle Petra” an. „Von hier aus“, erklärt er nach saloppem „Hola“ und forschem Fingerzeig ins freie Gelände, „sind es keine drei Minuten bis aufs Weingut.“

Die Weinfelder liegen allesamt in unmittelbarer Nähe der eher unspektakulären Produktionshalle, mitten im Agrarland östlich von Petra. Aber Steve Jobs hat ja auch den Aufbau seines Computerimperiums in einer Garage begonnen. Das Besondere in diesem Falle: Den Weinanbau betreibt der Physicus nach strikt ökologischen Gesichtspunkten – und das sieht man auch. 

Die Kräuternaben zwischen den Rebenreihen blühen jetzt zum Frühjahrsbeginn üppig. Dottergelb, veilchenblau, purpurrot und pink, kaum eine Farbe, die die Wurzeln der teilweise an die 40 Jahre alten Rebstöcke nicht umflort. Es handelt sich dabei nicht etwa um Nachlässigkeit bei der Feldpflege, sondern um bewusst herbeigeführte Artenvielfalt. Denn statt Dünger reichern Bohnen, Kräuter und Gräser den Boden mit Nitraten und anderen Nährstoffen an. Der Wein sei dadurch auch sehr viel Widerstandsfähiger gegen Parasiten und - vor allem auf Mallorca ein Problem - Pilzbefall. Bei Bedarf kann der Boden noch mit Steinmehl und speziellen Algenpräparaten angereichert werden. Und tatsächlich liegen Bescheinigungen für ökologisch einwandfreien Anbau vonseiten des Consell de Agricultura i Pesca, des Amts für Landwirtschaft und Fischfang vor. "Die Techniker vom Consell stapfen alle naselang über meine Felder und kontrollieren", grinst Miquel leicht verkniffen, "es scheint fast, als wäre ich der Einzige, den sie zu checken haben." Allzu viel scheinen die Herren vom Amt wirklich nicht zu tun zu haben, denn auf Mallorca betreiben bislang lediglich fünf, sechs Winzer einen nachweisbaren ökologischen Anbau auf allen ihren Feldern. 

Aber nicht nur die Feldbegrünung, auch die auf dem Land verteilten Feigenbäume haben ihren tieferen Sinn. Die Feigen reifen etwa zur selben Zeit heran, wie die Trauben. Da sie süßer sind, rücken Vögel und Kleinnager zuerst den Baumfrüchten zu Leibe. Ein Verlust, den der Physiklehrer gern verschmerzt, er mag nämlich keine Feigen.

Ob er als Naturwissenschaftler denn sein Wissen gewinnbringend umsetzen könne. „Nun ja“, er zieht die Brille ab und massiert hingebungsvoll die Gläser mit einem violett gerändertem Taschentuch bevor er fortfährt, „da ist weniger der Physiker gefragt als mehr der Experimentator. Es ist schon richtig, dass ich Experimente im Wein-Anbau und Ausbau akribischer durchführe als Andere und niederschreibe - alles auf streng wissenschaftlicher Basis, gelernt ist eben gelernt. Unter dem Strich erzielen wir so eine gesundheitlich völlig unbedenkliche Ernte, mit der sich Spitzenweine erzeugen lassen.“ 

Ziemlich einzigartig ist auch Miquels Lehre von der reinen Essenz. Bei allen "Crianza", das sind Weine, die für einen längeren Zeitraum im Fass reifen, handelt es sich um sortenreine Abfüllungen. „Als kleiner Familienbetrieb brauchen wir eben eine Marktnische für unsere Weine“, erläutert der Nachmittags-Winzer, „und so weit mir bekannt ist, gibt es sonst keine Monovarietäten mit rein ökologischen Rahmenbedingungen auf Mallorca.“

So offeriert er beispielsweise unter den Roten einen reinrassigen Merlot, den ”Camí de Son Eixut”, einen Syrah, den ”Negre Mediterrani” und einen Cabernet Sauvignon, den ”Negre Virat”. Und selbst die ”weißen Tränen, Llàgrimas Blanques”, basieren auf nur einer Traubensorte, der Chardonnay. Die Trauben werden nach dem Zerkleinern eiligst zur pneumatischen Pressung freigegeben, um so das typische goldgelbe Farbenspiel mit grünlichen Reflexen einzufangen. 

Bei nahezu allen Sorten handelt es sich um eingeführte Trauben: Syrah, Merlot oder Cabernet - ob auch dahinter System steckt? „Weniger System als vielmehr der Geschmacksnerv von meiner Frau und mir“, wieder setzt Miquel sein charakteristisches spitzbübisches Grinsen auf. Aber auch autochthone Reben wie Manto-Negro oder Callet habe er unlängst angebaut, sie seien aber noch nicht so weit, mehr Potenzial für die Zukunft.

Die Fasslagerzeiten können bis zu 18 Monate betragen, auch dies eher ungewöhnlich für mallorquinische Weine. Die Barriques selbst sind - hier wieder die reine Lehre - ausschließlich aus französischer Eiche. Die seien komplexer im Geschmack und weniger vordergründig als etwa die amerikanischen Varianten.

Verkauft wird der edle Rebensaft übrigens fast nur auf Mallorca. Einige gute Restaurants und natürlich die Supermärkte in Petra führen die Coleto-Weine. Der Rest der Interessenten kommt direkt aufs Land zum Verkosten. Besonders Deutsche und Schweizer Residente schätzen die Weine des Physiklehrers, aber auch Russen und Luxemburger greifen immer häufiger zu.

Wer aus nördlichen Breiten stammt, scheint eben eine Affinität zum Reinheitsgebot zu haben! 

   
 
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