
Bodegas Ramanya Zehn Jahre lang hat er diesen Traum geträumt, den Traum von einer eigenen Der Sekt trägt keine Herkunftsbezeichnung Denominacion de Origen Binissalem, so ein Produkt gab es schließlich bisher noch gar nicht auf der Insel, geschweige denn entsprechende Normen oder Vorschriften für die Herstellung eines Rosé-Schaumweines. Das soll sich demnächst ändern, sagt Ramis. Überhaupt bringt er neuen Schwung ins Winzern. Entgegen vieler "guter Ratschläge" ("Das wird nie was") hatte er sich daran gemacht, auf Basis eines Rotweines einen Süßwein zu produzieren, den "Somni 2003" - ebenfalls ein Novum auf der Insel. "Somni" bedeutet "Traum". Er enthält zu 100 Prozent die einheimischen MantoNegro-Trauben, die allesamt von etwa 40 Jahre alten Weinstöcken geerntet wurden. "Wir haben auf Qualität gesetzt und nur 400 Gramm Wein pro Pflanze gelesen", sagt Ramis. "Zudem ließen wir die Trauben sehr lange am Stock, bis Anfang Oktober. Am Ende waren sie ein wenig trocken, doch sie enthielten viel Zucker." Und das war es genau, was Ramis, sein Onkel Jaime Valles und Rafael Ramis, sein Freund aus Kindertagen, erreichen wollten. Ohnehin setzen die Newcomer hauptsächlich auf einheimische Rebsorten. Der Grund: "Das ist das Pfund, mit dem wir wuchern können. Cabemet Sauvignon und Merlot wachsen überall, aber unsere Mallorca-Trauben mit ihrem speziellen Geschmack gibt es nur hier." Zudem müsse eine kleine Bodega etwas Besonderes anbieten, um sich behaupten zu können. So stellt Ramis einen Weißwein, den "Ramanya Blanco", her, der zu 100 Prozent PrensalBlanc- Trauben enthält. Der rote "Embat Crianza" besteht zu 70 Prozent aus Manto Negro, zu 30 Prozent aus Syrah und Cabemet Sauvignon. Ganz auf ausländische Rebsorten wird also nicht verzichtet. Neben den Uvas autoctonas Manto Negro und Callet werden auch die Rotweinsorten Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot angebaut, neben Prensal Blanc auch Moscatel und Chardonnay für die Weißen. Insgesamt elf Hektar bewirtschaften Ramis und seine Kompagnons. Über eine Ausbildung im Weinbau verfügt er nicht. "Wir haben in der Familie immer Landwirtschaft betrieben und auch Wein für den Hausgebrauch erzeugt. Das sind die Erfahrungen, auf die ich mich stütze, zudem lese ich viel über Weinbau und Önologie." "Learning by doing" - mit verblüffenden Ergebnissen. Im Jahre 2005 betrug die Jahresproduktion der Bodega Ramanya rund 55.000 Flaschen. Im Keller in Santa Maria lagern derzeit 40 Fässer aus französischer, amerikanischer, ungarischer und rumänischer Eiche. Natürlich ist Ramis schon wieder auf Experimentierkurs: Er lässt Manto Negro und Cabernet Sauvignon vom ersten Tag an nicht im Stahltank, sondern in Holzfässern fermentieren. "Dann wird der Inhalt gepresst, um ihn gleich anschließend wieder in Barricas zu füllen", sagt Ramis. Das Interessante: Der Wein nimmt sehr wenig Holztöne an, während sich die Fruchtaromen stark entwickeln. "Dieses Verfahren ist nicht neu, ich habe davon schon gehört. Aber auf Mallorca sind wir die Einzigen, die so etwas machen." Zu den Weinen der Bodegas Ramanya
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